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Erinnerungsgang in Diemerode

„Wir haben uns hier am Jüdischen Friedhof in Diemerode versammelt, um an das Schicksal der jüdischen Mitbürger, an ihre Ausgrenzung, Vertreibung und auch Ermordung zu erinnern. Dies soll ihnen ihre Menschenwürde zurückgeben und uns mahnen, für den Schutz der Menschenwürde aller Menschen einzutreten.“ Mit diesen Worten begrüßte Pfarrerin Birgit Schacht – zuständig für das Kirchspiel Berneburg-Heyerode-Diemerode die 70 Menschen, die der Einladung zum Erinnerungsgang durch Diemerode gefolgt waren. Für den Arbeitskreis „Juden in Sontra und seinen Ortsteilen“ begrüßte Ludger Arnold, der auch mit Schülerinnen und Schülern der Adam-von-Trott-Schule inhaltliche Beiträge vorbereitet hatte.

Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt dankte den Besuchern und Organisatoren für ihr Engagement, ohne dass die freiheitliche Demokratie nicht bestehen könne. Zur ihr gehöre auch diese Erinnerungskultur, denn nur so gäbe es die Möglichkeit, aus der Geschichte zu lernen. Wenn AfD-Politiker hier eine Kehrtwende forderten, gefährdeten sie die im Grundgesetz verankerten Werte.

Der Jüdische Friedhof war die erste Station des Erinnerungsganges und hier erläuterte Lina Vogel die Geschichte der Jüdischen Gemeinde in Diemerode. Die ersten Juden wurden bereits im 17. Jahrhundert erwähnt. Bis zu ihrer Vertreibung und Vernichtung waren sie mehr als 250 Jahre Bestandteil des Gemeinwesens und stellten im 19. Jahrhundert zeitweise mehr als 15 % der Bevölkerung.

Die zweite Station war in der Ortsmitte am leerstehenden Haus, das die  Familie Falkenstein bis 1942 bewohnte. Es wurde 1725 als erstes Schulhaus in Diemerode gebaut und 1834 an eine jüdische Familie verkauft. Dies stellte Lorenz Vogel vor und Pfarrer Rolf Hocke aus Waldkappel, der sich intensiv mit der Geschichte der Juden im Werra – Meißner – Kreis beschäftigt, berichtete  eindrücklich vom Schicksal der Menschen, die hier lebten. Danach trug Annika Mensch den berührenden Bericht von Otto Oschmann vor, wie er als 14-Jähriger die Pogromnacht erlebt hat. Nach einer Zeit der Stille, die an allen Stationen Zeit gab, das Gehörte noch einmal zu bedenken, sang an dieser Station der „Projektchor“ , der sich aus Pfr. Axel Aschenbrenner, Susanne Hohmann und Beate und Jürgen Bach zusammengefunden hatte, das Lied „Von guten Mächten“. Dessen Text hat Dietrich Bonhoeffer zu dieser Zeit im Gefängnis der Nationalsozialisten geschrieben.

Dritte und letzte Station war am ehemaligen Standort der Jüdischen Synagoge in Diemerode. Hier musizierten zu Beginn Karlotta Prüßner (Querflöte) und Lilly Graumann (E-Piano). Pfarrer Hocke stellte  das Schicksal der Familie Sobernheim vor, das mit ihrem Abtransport in die Vernichtungslager endete  -  und die Lebensgeschichte von Willy Katz – in Diemerode geboren, später Lehrer und Rabbiner, ausgewandert nach Australien, dessen Nachkommen noch heute Kontakte nach Diemerode halten. Ein wunderbares Versöhnungszeichen!
Die Oberstufenschüler Maurice Schiller und Jan-Hendrik Schaad gingen  dagegen bewusst auf aktuelle antisemitische Vorfälle ein, als Aufforderung, wachsam gegenüber solchen Einstellungen zu sein.

 

„Dieser Gang soll und will ein Anstoß sein, dass wir uns weiter mit der Geschichte der jüdischen Mitbürger in Diemerode beschäftigen“ ,erklärte Ludger Arnold zum Abschluss und konnte alle Teilnehmenden auf den Hof der Familie Vogel einladen – zum Gedankenaustausch und einem wärmenden Getränk.

Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt dankte den Besuchern und Organisatoren für ihr Engagement, ohne dass die freiheitliche Demokratie nicht bestehen könne. Zur ihr gehöre auch diese Erinnerungskultur, denn nur so gäbe es die Möglichkeit, aus der Geschichte zu lernen. Wenn AfD-Politiker hier eine Kehrtwende forderten, gefährdeten sie die im Grundgesetz verankerten Werte.

Der Jüdische Friedhof war die erste Station des Erinnerungsganges und hier erläuterte Lina Vogel die Geschichte der Jüdischen Gemeinde in Diemerode. Die ersten Juden wurden bereits im 17. Jahrhundert erwähnt. Bis zu ihrer Vertreibung und Vernichtung waren sie mehr als 250 Jahre Bestandteil des Gemeinwesens und stellten im 19. Jahrhundert zeitweise mehr als 15 % der Bevölkerung.
Die zweite Station war in der Ortsmitte am leerstehenden Haus, das die  Familie Falkenstein bis 1942 bewohnte. Es wurde 1725 als erstes Schulhaus in Diemerode gebaut und 1834 an eine jüdische Familie verkauft. Dies stellte Lorenz Vogel vor und Pfarrer Rolf Hocke aus Waldkappel, der sich intensiv mit der Geschichte der Juden im Werra – Meißner – Kreis beschäftigt, berichtete  eindrücklich vom Schicksal der Menschen, die hier lebten. Danach trug Annika Mensch den berührenden Bericht von Otto Oschmann vor, wie er als 14-Jähriger die Pogromnacht erlebt hat. Nach einer Zeit der Stille, die an allen Stationen Zeit gab, das Gehörte noch einmal zu bedenken, sang an dieser Station der „Projektchor“ , der sich aus Pfr. Axel Aschenbrenner, Susanne Hohmann und Beate und Jürgen Bach zusammengefunden hatte, das Lied „Von guten Mächten“. Dessen Text hat Dietrich Bonhoeffer zu dieser Zeit im Gefängnis der Nationalsozialisten geschrieben.

Dritte und letzte Station war am ehemaligen Standort der Jüdischen Synagoge in Diemerode. Hier musizierten zu Beginn Karlotta Prüßner (Querflöte) und Lilly Graumann (E-Piano). Pfarrer Hocke stellte  das Schicksal der Familie Sobernheim vor, das mit ihrem Abtransport in die Vernichtungslager endete  -  und die Lebensgeschichte von Willy Katz – in Diemerode geboren, später Lehrer und Rabbiner, ausgewandert nach Australien, dessen Nachkommen noch heute Kontakte nach Diemerode halten. Ein wunderbares Versöhnungszeichen!
Die Oberstufenschüler Maurice Schiller und Jan-Hendrik Schaad gingen  dagegen bewusst auf aktuelle antisemitische Vorfälle ein, als Aufforderung, wachsam gegenüber solchen Einstellungen zu sein.

„Dieser Gang soll und will ein Anstoß sein, dass wir uns weiter mit der Geschichte der jüdischen Mitbürger in Diemerode beschäftigen“ ,erklärte Ludger Arnold zum Abschluss und konnte alle Teilnehmenden auf den Hof der Familie Vogel einladen – zum Gedankenaustausch und einem wärmenden Getränk.

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