„Zwar weiß ich viel, doch möchte ich alles wissen!“
Wie Faust in Goethes Drama ging es auch den Oberstufenschülerinnen- und Schülern der Adam-von-Trott-Schule in Sontra, die nach der Lektüre von Goethes „Faust“ und Schillers „Kabale und Liebe“ eine Exkursion nach Weimar machten. Begleitet wurden sie von Petra Dürholt, Lara Eggert, Christine Junghans und Wolfgang Loch. Unterschiedliche Programmpunkte wurden für diesen Tag geplant.
Eine Gruppe besuchte zunächst Goethes Wohnhaus am Frauenplan. Anschließend war eine Führung im Goethe-Nationalmuseum gebucht, der sich ein Workshop am Nachmittag anschloss. Der Workshop mit dem Titel „Die Weimarer Klassik und der Nationalsozialismus“ gab den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die Art und Weise, wie zum Beispiel das Drama „Wilhelm Tell“ von Friedrich von Schiller für die Propaganda des NS-Regimes benutzt wurde.
Eine andere Gruppe besuchte das Schiller Wohnhaus und anschließend die Ausstellung mit dem Titel „Caspar David Friedrich- Goethe und die Romantik in Weimar“.
Nach diesem „kulturschweren“ Programm hatten die Schülerinnen und Schüler noch die Möglichkeit, sich in einem der zahlreichen Restaurants zu stärken, denn das eigentliche „Highlight“ stand noch bevor. Das Deutsche Nationaltheater Weimar zeigte am Abend eine Inszenierung von „Faust, der Tragödie erster Teil“. Der Besuch dieser Inszenierung bot sich als Abschluss zur Bearbeitung des Dramas im Unterricht an.
Was die Schülerinnen und Schüler, nebst Kolleginnen und Kollegen allerdings dann auf der Bühne zu sehen bekamen, war eine sehr moderne Interpretation des Stückes, die allen wohl noch lange Zeit in Erinnerung bleiben wird.
Am Ende stellten alle staunend fest: „Zwar wissen wir viel, doch wollten auch nicht alles wissen!“
Petra Dürholt, Deutschlehrerin
