Am 03.06.2026 bekamen die Abschlussklassen der Adam-von-Trott-Schule die Möglichkeit, die Gedenkstätte Buchenwald zu begehen und so die nationalsozialistische Vergangenheit des Ortes näher kennenzulernen.
Am frühen Morgen ging es für die Abschlussklassen (10G, 10aR, 10bR, 9aH sowie 9bH) mitsamt ihren Geschichtslehrkräften Richtung Weimar. In unmittelbarer Nähe der heute vorwiegend mit Kultur und Humanismus verbundenen Stadt Weimar liegt die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald. Inmitten eines Waldes erstreckt sich das weitläufige Areal und bot den Klassen die Möglichkeit, in Gruppen die Überreste der Entmenschlichung, Ausbeutung sowie geplanten Vernichtung von Menschenleben zu besichtigen und unter der Führung der Lehrkräfte Fragen an die Geschichte zu formulieren. So war es den Schülerinnen und Schülern möglich, am authentischen Lernort ihr Vorwissen anzubringen und im Zuge des Museumsbesuchs noch auszubauen. Gerade die aufgearbeiteten Überreste des Krematoriums, des Leichenkellers sowie die Grundrisse der Barracken boten den Klassen dabei die Möglichkeit, über die Dimensionen sowie die Systematisierung des Mordes unterschiedlicher Opfergruppen des Nationalsozialismus zu reflektieren und so auf ganz individuelle Art und Weise der Opfer zu gedenken. Eine Exkursion, die in ihrer Emotionalität und Betroffenheit wohl nur durch ihre Lehrhaftigkeit übertroffen wird. Anhand der Involviertheit der Schülerinnen und Schüler wurde deutlich, dass die Lektüre eines Buches den Besuch des Lernortes kaum ersetzen kann.
Zurückblickend hat dieses lehrreiche, aber auch mahnende Erlebnis einmal mehr verdeutlicht: Demokratie ist nicht selbstverständlich. Sie muss verteidigt werden. Es liegt an uns allen, für eine wehrhafte Demokratie einzustehen.
Florian Koch, Geschichtslehrer an der Adam-von-Trott-Schule

